Eine D80 in den Händen eines Chirurgen ohne Approbation

Corpus Delicti

Diese milden Worte dürften nett umschreiben, wie es meiner D80 die letzten Tage erging. Alles fing an, als ich mitten beim Fotografieren plötzlich „Err“ auf dem Display stehen hatte und kein Foto mehr möglich war. Auch ausgiebiges Zurücksetzen, Objektivwechseln, Drehen und Schütteln konnte daran nichts mehr ändern. Von einem Moment auf den anderen war die Kamera im Koma. Alles funktionierte noch, nur schien es, als ginge der Vorhang nicht mehr auf. Die Nikon erkannte das auch intern und quittierte ihren Dienst.

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5 Minuten für… Datenverlust

Fragt mich nicht, wie ich das geschafft habe – ich muss schon ziemlich doof gewesen sein bzw. mich so angestellt haben: Ich habe mein Lieblingsbild gelöscht, nicht nur „angelöscht“ oder in den Papierkorb geschoben. Nein, richtig schön sauber ausgelöscht. Datenschützer und andere Datenvernichter wären stolz auf mich.

Was genau passiert ist, weiß ich noch immer nicht: Ich brauchte Platz auf der Festplatte und habe deswegen im Lightroom abgelehnte Fotos vom Datenträger entfernt, genau wie Fotos, die es in keiner meiner Auswahlstufen geschafft haben. Ebenso betroffen war aber auch eines meiner Lieblingsbilder, ausgezeichnet mit „grün und Fähnchen“ (in etwa äquivalent zu Eins mit Sternchen).

Ich wiederhole mich: Fragt mich nicht. Ich wollte es für ein Portfolio nutzen, fand es aber nicht mehr. Weg, verschwunden, verschollen. Dabei war es doch das Bild des Abends, von dem ich schon beim Blick aufs Display wusste: Das ist es! Tja. Auf Arbeit ist es mein Hintergrundbild, als Pressefoto steht es zum Download zur Verfügung und ich habe es noch als Ansichtsexemplar. Allen gemein ist die maximale Kantenlänge von 2000 Pixeln, genug für eine Ausbelichtung in 10×15 cm, die werde ich bestimmt auch machen lassen.

Manchmal ist man so doof, dass auch vier verschiedene Datenrettungstools, die fast zwei komplette Tage laufen, nichts mehr retten können. Würde ich doch nur an anderer Stelle ähnlich gründlich aufräumen, zum Beispiel bei Kommentaren à la „Haha! Hättest du mal einen Mac!“. Ich bin mir sicher, auch da kann nicht alles für immer nur unter den Teppich gekehrt werden.

Der Gaga-Fall

Über Lady Gaga kann man sicher vortrefflich streiten, auch über ihre Einstellung gegenüber Konzert- bzw. Pressefotografen: Diese waren bei ihrer jüngsten Tour nicht zugelassen, für Veröffentlichungen standen nur von ihrem Management zur Verfügung gestellte Aufnahmen zur Verfügung.

Der Aufschrei war groß, viele sahen die Pressefreiheit bedroht usw. – sowieso macht die Konzertfotografie und die sie plagenden Knebelverträge aktuell immer wieder Schlagzeilen, eine Auswahl:

Ich verstehe die Aufregung und bin gleichzeitig froh bisher nicht mit derartigen Verträgen konfrontiert worden zu sein. Natürlich bin ich von den Regelungen auch nicht begeistert, kann mich ebenfalls nur dafür aussprechen Fotografen ungehindert ihrer Arbeit nachgehen zu lassen. Jedoch kommt dann auch der Moment, in dem ich plötzlich Verständnis für alle Einschränkungen für Fotografen in den Knebelverträgen habe.

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D800 fordert Tribut – Abenteuer NAS

 Ich kann jetzt nicht sagen, dass es mich überrascht – und wenn doch, wäre es sehr dumm: Speicherplatz wird knapp!

Da ich nur noch mit Speicherkarten mit mindestens 32 GB arbeite, ist der Hinweis

29,0 GB frei von 1,36 TB

leicht beunruhigend. Die Feststellung, dass die ersten gerade mal etwas über 3 Jahre alten Fotos bereits beschädigt bzw. zerstört sind, unterstreicht da nur noch, dass Handlungsbedarf besteht. Es musste eine Lösung gefunden werden, die folgende Punkte erfüllt:

  • Plattenplatz, Plattenplatz, Plattenplatz, Plattenplatz
  • RAID-Unterstützung
  • Langzeitspeicherung

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FX-Familientreffen: D800 meets D600 und D4

Auf Arbeit musste ich heute ein paar Fotos machen, hatte also die Kamera dabei, nach Feierabend hatte ich gute Laune und Zeit, also stand der Entschluss fest: „Fahr doch mal in die Stadt, die D600 müsste ja inzwischen im Laden stehen.“

Vorgestellt wurde das gute Stück ja bereits in der vergangenen Woche. Dazu habe ich mich bisher ausgeschwiegen, da ich die Kamera zwar interessant fand, aber zunehmend zweifelte und unsichtbar war, wie ich sie am besten einordnen sollte. Nikon sortiert sie als Spitzenmodell der Consumer-Klasse ins Line-up ein, d.h. die D600 ist Nikons erste Consumer-Kamera mit Sensor im Kleinbildformat und reiht sich direkt über der D7000 (und damit theoretisch unterhalb der D300s) in die Familie ein. Das ist schon etwas kurios, aber wohl den unterschiedlichen Modellzyklen geschuldet.

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