Goodbye, my friend – Auf zu neuen Abenteuern

Irgendwann muss jeder mal gehen – auch eine altehrwürdige Nikon D80. Nachdem sie sich dank einer schweren und riskanten Operation wirklich wacker durch den Alltag und Urlaube geschlagen hat, wurde es dann doch allmählich Zeit, sich nach etwas Neuem umzusehen. Nicht etwa, weil der Verschluss wieder den Geist aufgegeben hat. Die Operation fand vor fast zwei Jahren statt, der Verschluss hat seitdem etwa 6.000 weitere Bilder durchgehalten und erfreut sich, soweit ich das beurteilen kann, bester Gesundheit. Allerdings habe ich ja in meiner Dussligkeit das AF-Modul abgeschraubt und seitdem immer mal wieder mit leicht verschobenem Fokus zu kämpfen. Auf Dauer macht das nicht so richtig Spaß. Außerdem war die D80 ja nun auch nicht mehr die jüngste und bei ISO-Zahlen jenseits der 400 eigentlich nur mittelmäßig zu gebrauchen. Also musste etwas Neues her – aber was?

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Brauche ich ein Makro-Objektiv?

Nikon 2,8/24-70mm bei 70mm mit f/4

Der gemeine Foto-Enthusiast freut sich ja eigentlich immer über neues Spielzeug neue Werkzeuge und Arbeitsmittel. Neue Umstände bringen neue Herausforderungen mit sich, denen nur mit neuer Ausrüstung begegnet werden kann. Beispiel: Detailaufnahmen von diesem oder jenem – das geht ohne Makro-Objektiv doch überhaupt nicht! Oder etwa doch?

Ohne Zwänge etwas bestimmtes tun zu müssen und ohne entsprechende Erwartungen, probiert man ja durchaus gern mal Neues aus. In der vergangenen Zeit hatte ich so, zumindest in meiner Freizeit, die Kamera deutlich seltener in der Hand gehabt als Kochlöffel, Bratpfanne & Co., doch früher oder später kommt wohl der Moment, in dem alle Beschäftigungen wieder zusammentreffen: Ich stellte fest, dass die kulinarischen Zauberwerke und Köstlichkeiten nicht nur gut schmeckten sondern manchmal optisch auch gar nicht schlecht aussahen. Dazu kommt, dass das große Dachfenster in der Küche ein oftmals wunderbares Licht auf den Esstisch zaubert. Das schreit doch regelrecht danach einige Schritte im Bereich der Food-Fotografie zu wagen!

Das wiederum verlangt doch sicher nach Details und engen Ausschnitten – ein Makro-Objektiv muss her! Ein wenig gereizt hat es mich ja schon lange, um nicht zu sagen schon immer. Mit der Investition und der Entscheidung selbst tat ich mich jedoch mehr als schwer: Sollte die Brennweite irgendwo in der Nähe der Normalbrennweite liegen oder ist der Makro-Klassiker mit 105 Millimetern doch die bessere Wahl? Original von Nikon oder doch eine Alternative von Sigma?

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Jaaaa, er lebt noch!

Damit ist natürlich nicht der Holzmichl gemeint. Vielmehr der Verschluss meiner D80, der nun seit der schweren Operation bereits diverse Experimente im heimischen Studio und sogar eine Tour durch Schottland überlebt hat.

Schottisches Tal in den Highlands

Schon lange wollte ich mal diese schicken Langzeitbelichtungen von Wasser ausprobieren, die man auf einschlägigen Portalen zu Hauf findet. Wenn man das mit Tageslicht machen will, kommt man um einen Graufilter nicht herum, um die lange Verschlusszeit von 20-30 Sekunden zu ermöglichen. Für diese Filter kann man einen ganzen Batzen Geld lassen, wenn man auf hochwertige Markenprodukte setzt. Für ein Experiment ungewissen Ausgangs wollte ich aber nicht gleich arm werden. Nun musste das gute Stück also ein weiteres Mal meine Sparfüchsigkeit über sich ergehen lassen und durch das Objektiv einen Billig-Graufilter der übelsten Sorte erblicken: Einen Vario ND2-400 aus Fernost für einen läppischen Zehner aus der Bucht. Im Prinzip nichts weiter als zwei billige Polfilter (ein zirkularer und ein linearer, drehbar zusammenmontiert). Kann doch so schwer nicht sein, oder?

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Eine D80 in den Händen eines Chirurgen ohne Approbation

Corpus Delicti

Diese milden Worte dürften nett umschreiben, wie es meiner D80 die letzten Tage erging. Alles fing an, als ich mitten beim Fotografieren plötzlich „Err“ auf dem Display stehen hatte und kein Foto mehr möglich war. Auch ausgiebiges Zurücksetzen, Objektivwechseln, Drehen und Schütteln konnte daran nichts mehr ändern. Von einem Moment auf den anderen war die Kamera im Koma. Alles funktionierte noch, nur schien es, als ginge der Vorhang nicht mehr auf. Die Nikon erkannte das auch intern und quittierte ihren Dienst.

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D800 fordert Tribut – Abenteuer NAS

 Ich kann jetzt nicht sagen, dass es mich überrascht – und wenn doch, wäre es sehr dumm: Speicherplatz wird knapp!

Da ich nur noch mit Speicherkarten mit mindestens 32 GB arbeite, ist der Hinweis

29,0 GB frei von 1,36 TB

leicht beunruhigend. Die Feststellung, dass die ersten gerade mal etwas über 3 Jahre alten Fotos bereits beschädigt bzw. zerstört sind, unterstreicht da nur noch, dass Handlungsbedarf besteht. Es musste eine Lösung gefunden werden, die folgende Punkte erfüllt:

  • Plattenplatz, Plattenplatz, Plattenplatz, Plattenplatz
  • RAID-Unterstützung
  • Langzeitspeicherung

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