Abenteuer Analog – Teil 3b: Ein Zwischenruf

In Teil 2 hat der Andreas ja sehr schön beschrieben, was beim Einspulen alles schiefgehen kann. Nun, es schien meine Aufgabe zu sein, diese Unzulänglichkeiten ausgiebig zu demonstrieren. Meine ersten selbst entwickelten Negative sahen leider nicht so sonderlich brauchbar aus…

Verschmierter Film
Verschmierter Film

Es fing alles damit an, dass ich nicht das Glück hatte, über eine betagtere Filmkamera zu verfügen. Stattdessen griff ich zur F65, die zwar nette Automatiken hat, aber einen entscheidenden Nachteil: Sie spult gnadenlos automatisch zurück – ohne Alternative. Also musste ich den komplizierteren Einspulvorgang wählen, mit Dose öffnen und allem Drum und Dran. Allerdings wäre es zu einfach, den Fehler nur darauf zu schieben. Letztlich habe ich mich einfach viel zu dämlich angestellt und erstens ewig gebraucht, um den Film endlich mit vereinten Kräften aufzuspulen, und zweitens wohl doch sehr oft auf der Filmbeschichtung – man möchte sagen – rumgetascht. Dass das Bad nicht absolut dunkel war, könnte sein Übriges getan haben. Woran es nun am Ende genau lag, lässt sich schwer restlos aufklären, aber ich habe mir fest vorgenommen, das beim nächsten Mal besser zu machen.

Die erste Maßnahme dafür wurde mir dank der Schwiegermutti ermöglicht, die ganz zufällig eine alte Exa 1b in ihrem Fundus aufgetrieben hat. Außerdem wechselte die bereits mehrfach erwähnte Contax zumindest fürs Erste mal in meinen Besitz. Damit steht schonmal die Welt des gefühlvollen Zurückspulens offen. Um mir die Sache noch weiter zu erleichtern, werde ich versuchen, den ohnehin totbelichteten Filmanfang im Hellen einzuführen. Dafür habe ich mir einen Punkt auf den Film gemalt, bis zu dem ich später sicher bei Tageslicht hantieren kann.

Markierungspunkt fürs spätere Aufspulen
Markierungspunkt fürs spätere Aufspulen

Wenn ich es dann hinbekomme, den Film schnell und möglichst ohne zerstörerische Berührungsabsichten aufzuspulen, könnte ich diesmal mehr Glück mit den Bildern haben. Ob das funktioniert, werde ich demnächst berichten…

Über den Autor: Markus Partheymüller

Eigentlich bin ich ja Informatiker. Mittlerweile interessiere ich mich allerdings auch mehr und mehr für die Fotografie, unter anderem auch für Basteleien für den etwas kleineren Geldbeutel.

alle Beiträge von Markus

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.