Es werde (Blitz-) Licht

 Oh je, was ist denn da passiert? Das Foto da ist doch nicht etwa mit Blitzeinsatz entstanden? Doch, genau das ist es!

Eigentlich war ich ja immer ein Verfechter von Available Light, habe Blitze ziemlich gehasst und verpönt. Aber ich hatte ja auch keine Ahnung. Blitze in Kompaktkameras, integrierte Blitze in Spiegelreflexkameras – was anderes kannte ich ja nicht, dafür aber jede Menge rote Augen, Schlagschatten, eher unansehnliche Gesichtsausdrücke. Das sind die Merkmale, die ich mit Fotografie mit Blitz verband. Darauf konnte ich gut verzichten.

Konnte. Dann kamen das Zeitmagazin oder manchmal auch ZEIT Campus mit seinen teilweise deutlich geblitzten Fotos. Die waren so anders, offensichtlich auch sehr direkt geblitzt und irgendwie auch sehr stark. Sie hatten einen interessanten Charakter. Doch das allein brachte mich nicht von der reinen „No Flash“-Linie ab. Nur weil ich den Look interessant finde, habe ich ja noch lange keine Ahnung davon.

Irgendwann folgte eins dem anderen: Ein Vortrag gab einen Einblick in die Welt der Systemblitze. Zu Silvester fand für eine Reportage zeit- und leihweise ein Blitzgerät den Weg auf meine Kamera. Plötzlich stand ich dem Blitzen nicht mehr ganz so abgeneigt gegenüber, selbst wenn es nur darum gehen sollte bei Portraits für Lichtpunkte in den Augen zu sorgen. So fand sich tatsächlich Nikons SB-700 auf meiner mittelfristigen Wunschliste, ohne besondere Priorität.

Und dann? Ich bekam eine Anfrage vom besten DJ Dresdens (SAX-Leserumfrage 2010 und 2011), ob ich nicht spontan Lust hätte auf einer seiner Partys Fotos zu machen. Klar hatte ich Lust. Auch wenn es um Stimmungsaufnahmen gehen sollte, war von Anfang an klar, dass die typischen (und nicht besonders gemochten) Partyfotos nicht ausbleiben mussten. Nach der Arbeit ging es dann fix in die Stadt, ein SB-700 landete in der Einkaufstüte und in der langen Nacht wurden wir Freunde, glaube ich.

So kanns gehen…

Über den Autor: Andreas Siegel

Fotografisch beschäftigen mich vor allem Konzerte und Tanz. In der Freizeit bleibt neben dem Medieninformatik-Studium in der Endphase im Moment wenig Zeit für ausführliche Fototouren. Wenn sich aber doch einmal die Gelegenheit bietet, mag ich es auch sehr völlig entschleunigt mit einer meiner zahlreichen (teilweise nahezu historischen) analogen Kameras unterwegs zu sein.

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