Mein Film

Am Donnerstag war ich bei einem Konzert. In einem Kino. Ja, ich kann sagen: „Ich war Musik gucken!“ Die wunderbare Musik von Arms and Sleepers aus den USA war mit passenden Filmschnipseln unterlegt. Vor allem war ich aber Musik fühlen.

Es ging durch und durch, von Anfang an. Auf der einen Seite war es das ruhigste Konzert, bei dem ich je gewesen bin, auf der anderen Seite das lauteste, das intensivste – schon des beengten Raumes wegen, doch auch des Gefühls wegen. Auf irgendeiner Weise haben es die Jungs geschafft viel in mir in Bewegung zu setzen. In Musik und Gedanken verloren hatte ich Mühe dem abgestimmten Programm von Musik und Video zu folgen. Vor meinem geistigen Auge lief hinter geschlossenen Augen mein eigener Film.

Ich zwang mich jedoch dem vorbestimmten Film zu folgen, zu genießen. Wirken lassen. Und es wirkte. Für meinen eigenen Film würde noch genug Zeit bleiben, später. Nach einem Spaziergang durch den Regen, später.

Ja, es geht mir gut, richtig gut. Und aus diesem Gefühl heraus entstand das Foto oben, das Foto meines Films. Von außen, auch wenn das untypisch ist. Es ist mein Film.

Über den Autor: Andreas Siegel

Fotografisch beschäftigen mich vor allem Konzerte und Tanz. In der Freizeit bleibt neben dem Medieninformatik-Studium in der Endphase im Moment wenig Zeit für ausführliche Fototouren. Wenn sich aber doch einmal die Gelegenheit bietet, mag ich es auch sehr völlig entschleunigt mit einer meiner zahlreichen (teilweise nahezu historischen) analogen Kameras unterwegs zu sein.

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