Kurzrezension: „PoseBook“

Das Thema „Posing“ will mich nicht mehr so ganz loslassen. Kurz nachdem ich mir „ModelPosen kompakt“ angesehen habe, bin ich bei BlogTimes auf die Vorstellung und Verlosung des PoseBook von Sedcard24 gestoßen. Sofort habe ich mir die Demoversion des eBooks angesehen und für gut befunden. Davon wollte ich mehr sehen!

Leider hat der Zufall nicht gewollt, dass ich eines der 3 verlosten PDF-Exemplare gewinne, doch was ich bisher sah, erschien mir sehr vielversprechend. Da kann man die 24 Euro (derzeit, regulär 39 Euro) schon mal investieren, auch weil „ModelPosen kompakt“ zwar nicht schlecht, aber auch nicht der Weisheit letzter Schluss war.

In der PDF-Version hat das PoseBook 172 Seiten und enthält 147 nummerierte und bezeichnete Posen. Dazu kommen aber noch zahlreiche Varianten, die die „über 500 Posen und Inspirationen für Models, Newcomer und Fotografen“ ausmachen.

Mein erster Eindruck

Wie bereits erwähnt, leistete die kostenlose Demoversion schon einiges an Überzeugungsarbeit: Schon dort war deutlich zu sehen, dass das PoseBook klar strukturiert und gegliedert ist und über ein entsprechendes Inhaltsverzeichnis verfügt (was mir ja zuvor gefehlt hat).

Zu jeder Pose gibt es eine große (farbige) Abbildung mit ergänzenden Hinweisen direkt im Bild, eine kurze Beschreibung und grobe Informationen zum Beispiel zum Einsatzbereich der Pose oder ihrem Schwierigkeitsgrad. Was mir aber ganz besonders gut gefallen hat, waren die kleineren Abbildungen, die Varianten der Pose zeigen und damit auch zu eigenen weitergehenden Experimenten motivieren.

Gibt es etwas, was dabei besonders zu beachten ist, wird auch darauf hingewiesen. Gefällt mir – genau wie die Worte, die die Wirkung der Pose unterstreichen. Damit kann man etwas anfangen, damit lässt sich arbeiten.

Die Posen selbst bzw. die Models auf den Beispielfotos wirken durchweg sehr souverän. Das mag vielleicht ein wenig merkwürdig klingen, wenn ich das so hervorhebe, spricht es jedoch sowohl für die Qualität der Abbildungen als auch der Posen selbst und ergibt ein sehr stimmiges Gesamtbild.

Was würde ich mir noch wünschen?

Wie auch schon beim letzten Buch vermisse ich hier manchmal wieder den Kontext des Einsatzes der Posen außerhalb der cleanen Studioumgebung. Dieser Punkt fällt diesmal aber deutlich weniger ins Gewicht, da bei es im PoseBook auch einen Abschnitt „Accessoires“ gibt, der dem Ganzen schon eine leichte Richtung mitgibt.

Möglicherweise passt mein Wunsch nach einem Posing-Buch mit „On Location“-Beispielen auch nicht in die Welt dieser Literatur. Bisher habe ich sowas jedenfalls noch nicht gesehen.

Ansonsten hinterlässt mich das eBook aber prinzipiell wunschlos. Zwar eignet es sich aus nahe liegenden Gründen nicht als Nachschlagewerk, das zur Grundausstattung der Fototasche gehört, doch diese Tatsache ist ja der nicht-physischen Form geschuldet. Und natürlich könnte man es ja auf einem Laptop, Tablet oder auch Handy dabei haben. Aber ob das praktikabel ist?

Fazit

Der Eindruck der Demoversion hat sich bestätigt. Mit dem PoseBook wird Models und Fotografen ein sehr solides und abwechslungsreiches Repertoire von Posen, die in jeder Hinsicht überzeugen können, an die Hand gegeben.

Dass ich es nicht ohne weitere Hilfsmittel mitnehmen kann, ist allein mein „Fehler“, denn – und das möchte ich unbedingt noch anmerken – das PoseBook ist auch als „richtiges“ Hardcover-Buch mit 82 Seiten erhältlich und die PDF-Version gibt es dann noch dazu. Dieses Vergnügen hat mit 83,19 Euro zzgl. Mehrwertsteuer aber auch seinen Preis. „Hardcover“ klingt allerdings schon sehr vielversprechend, so dass ich davon ausgehe, dass man für sein Geld auch eine sehr ordentliche Qualität bekommt.

Die Entscheidung muss jeder für sich treffen und kann sowohl eBook als auch Hardcover hier bestellen. Es lohnt sich. Ich kann das PoseBook nur empfehlen!

Über den Autor: Andreas Siegel

Fotografisch beschäftigen mich vor allem Konzerte und Tanz. In der Freizeit bleibt neben dem Medieninformatik-Studium in der Endphase im Moment wenig Zeit für ausführliche Fototouren. Wenn sich aber doch einmal die Gelegenheit bietet, mag ich es auch sehr völlig entschleunigt mit einer meiner zahlreichen (teilweise nahezu historischen) analogen Kameras unterwegs zu sein.

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