Mein bestes Foto 2010

"Euer bestes Foto 2010", eine Aktion von Martin Wolf (visuelleGedanken.de)

Es ist schon eine Weile her, dass ich von Martins Blog-Parade zum besten Foto 2010 gelesen habe. Ich konnte mich damals einfach nicht entscheiden, welches ich auswählen sollte, obwohl 2010 mit nicht mal 4000 Fotos im Vergleich zu 2009 doch überschaubar war.

Heute Abend ist nun Einsendeschluss und so langsam wird es doch mal Zeit eine Entscheidung zu treffen…

Hier ist sie also und damit mein vielleicht bestes Foto 2010:

ein alter, verlassener Trabant 601 in einem verwilderten Garten

601

Vergessen steht die kleine Rennpappe in einem genauso vergessenem Garten. Beide haben sicher schon bessere Tage gesehen.

Doch das muss eine ganze Weile her sein…

Warum ist gerade dieses Foto mein „bestes“ Foto des vergangenen Jahres?

Es ist nicht perfekt, die Bedingungen bei der Aufnahme waren nicht ideal, es könnte also deutlich besser sein, hätte ich zum Beispiel nur gewartet bis die Sonne wieder hinter den Wolken hervorgekommen wäre. Trotzdem war das Feedback sehr positiv und auch als ich es im Kalender für 2011 wieder verwendet habe, waren beim Durchblättern alle von diesem Bild besonders begeistert.

Es entstand irgendwann Ende Mai oder Anfang Juni, war eigentlich schon lange geplant und ist für mich mindestens durch die Wahl des Films auch ein besonderes Foto: es entstand auf einem ORWO NP22, zu entwickeln bis irgendwann 1991.

Mit etwas Glück sind die alten ORWO-Filme noch vereinzelt bei eBay zu finden. Das gleicht einer Schatzsuche, an die sich ein Glücksspiel anschließt: Die Filme sind längst abgelaufen, ihre Lagerung ist nicht genau bekannt und damit ist völlig unklar was am Ende wirklich auf dem Film zu sehen sein wird. Trotzdem kann ich es nicht anders als die Frau im Fotolabor ausdrücken: „Geiler Film!“

Bestimmt hätte ich auch irgendein Digitalfoto als „bestes“ Foto finden können, aber 2010 war ein analoges Jahr. Im Vergleich zu 2009 hat sich die Zahl der belichteten Filme verdoppelt, obwohl ich insgesamt sehr viel weniger fotografiert habe.

Über den Autor: Andreas Siegel

Fotografisch beschäftigen mich vor allem Konzerte und Tanz. In der Freizeit bleibt neben dem Medieninformatik-Studium in der Endphase im Moment wenig Zeit für ausführliche Fototouren. Wenn sich aber doch einmal die Gelegenheit bietet, mag ich es auch sehr völlig entschleunigt mit einer meiner zahlreichen (teilweise nahezu historischen) analogen Kameras unterwegs zu sein.

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