Vom Digital- zum Digilogfoto

Taube und Taxi, Ergebnis von Toycamera AnalogColor

Letztens schrieb ich ja schon ein wenig über digitale analoge Fotografie, erwähnte, dass es für manche das größte ist ein Foto runterzuranzen, damit es analog aussieht. Das Ergebnis bezeichne ich mal ganz frei als Digilog- bzw. Anatalfoto, die Wege dorthin sind recht einfach. Ein paar habe ich mal ausprobiert und möchte einen hier kurz vorstellen:

Toycamera AnalogColor von Pentacom.

Beim Besuch der Seite nicht erschrecken – oben rechts ist ein Link zu einer englischen (Google-) Übersetzung der japanischen Seite.

Das Foto oben ist das Ergebnis meines ersten Versuches mit der softwaregewordenen Spielzeugkamera. Auch beim Programm kann man nur von Spielzeug sprechen, Toycamera AnalogColor ist ein kleines Standalone-Tool, das keine großartigen Konfigurationsmöglichkeiten bietet. Für die Ausgabe kann in der von mir getesteten Version 0.37 lediglich vorgegeben werden, ob das Foto skaliert oder in Originalgröße als JPG oder PNG ausgegeben werden soll. Das wars schon. Warum soll man sich auch mit so technischen Einstellungen auseinander setzen. Wir wollten doch spielen.

Genau das kann man in der neuen Version 0.40 mit 9 bunten Schiebereglern tun. Unter anderem ein undichtes Gehäuse, ein Polaroid-Rahmen oder verschiedene Entwicklungsprozesse (einschließlich Crossentwicklung) lassen sich dazuklicken. Beim Gehäuse lohnt es sich übrigens öfter zu klicken. Die erzeugten Lightleaks sehen nämlich nicht immer gleich aus. So kann man den eigentlich (aber auch nur in der analogen Welt) unberechenbaren Effekt so einsetzen wie es einem beliebt.

Wer nicht viel spielen mag, wird vielleicht schon mit den nun 16 Voreinstellungen glücklich, eine davon ist „Randomize“.

Das kleine Tool steht bei Pentacom für Windows ab XP und Mac OS X als Demoversion zum Download bereit. Eine umfassendere Kostprobe der Möglichkeiten gibt es hier.

Achso, das Foto oben sah vorm Spielen übrigens noch so aus:

Taube und Taxi, vor der Bearbeitung mit Toycamera AnalogColor

Über den Autor: Andreas Siegel

Fotografisch beschäftigen mich vor allem Konzerte und Tanz. In der Freizeit bleibt neben dem Medieninformatik-Studium in der Endphase im Moment wenig Zeit für ausführliche Fototouren. Wenn sich aber doch einmal die Gelegenheit bietet, mag ich es auch sehr völlig entschleunigt mit einer meiner zahlreichen (teilweise nahezu historischen) analogen Kameras unterwegs zu sein.

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